Ulf Albrecht
Ansichtssache: Die neue Linearfräsmaschine von exeron, die HSC MP11, macht aus jeder Perspektive eine gute Figur. Ulf Albrecht (Bild), ihr Konstrukteur, erläutert ihre Vorteile im Interview.

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Unsere neue HSC MP11
Eine Idee smarter, eine Idee größer!


update: Auf was bezieht sich denn die neue Größe der MP11? Nur auf die Baureihe, oder steckt noch mehr hinter der Beschreibung ‚Eine Idee größer‘?

Ulf Albrecht: Natürlich haben wir nicht nur versucht, einfach eine größere Maschine mit der MP11 auf die Füße zu stellen. In fünf Jahren kann sich einiges in der Maschinen- und Technikentwicklung tun. Das haben wir durch konkrete Gespräche mit vielen unserer Kunden, die bereits mit der MP7 Erfahrung gesammelt haben, festgestellt und diese Ideen konsequent bei der Umsetzung unserer neuen Maschine berücksichtigt. Es geht also nicht nur um die Größe, speziell um eine großes Bearbeitungsvolumen. Unsere Kunden haben sich auch höchste Genauigkeit, Effizienz, Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit gewünscht. Und genau das haben wir ihnen mit unserer MP11 gebaut.

update: Eine Maschine für maximale Genauigkeit und höchste Effi zienz. Das wollen viele. Aber wie genau haben die Spezialisten von exeron das erreicht?

Ulf Albrecht: Bereits unser Anspruch war wie auch bei der Entwicklung der MP7 extrem hoch: Mit unserer langfristigen Entwicklungstätigkeit setzen wir mit der linear angetriebenen HSC MP-Baureihe den branchenweiten Maßstab für moderne Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen im High-End-Bereich. Innovationen finden sich etwa in den Bereichen Temperierung, Automatisierung und Arbeitsraumgestaltung. Bewährte Features wurden, wo dies sinnvoll erschien, übernommen. Konkret bedeutet das beispielsweise, dass auch unsere neue Maschine in extrem verwindungssteifer Portalbauweise realisiert wurde. Auch die HSC MP11 wird in einer 3-Achs- und einer 5-Achs-Version ausgeliefert, wobei die 5-Achs-Variante auf die Gegenlagerlösung für die 4. und 5. Achse zurückgreift. Damit stellt die HSC MP11 unseren Kunden nicht nur optimale Dynamik, höchste Präzision und perfekte Werkstückqualität in der Endbearbeitung zur Verfügung, sondern auch höchste Flexibilität in der Elektroden- und Teilefertigung.

update: Die Maschinensteuerung kommt wieder von Heidenhain?

Ulf Albrecht: Das ist richtig. Hier haben wir in der Vergangenheit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Die neueste Generation dieser Steuerungsund Achsregelungstechnik, die Heidenhain TNC 640, sorgt für beste Ergebnisse im Zusammenspiel mit unseren wartungsfreien Lineardirektantrieben. Diese Bahnsteuerung mit weiter verbesserter Übersicht auf der Bedieneroberfl äche weist mehr Antastzyklen im manuellen Modus sowie eine Riefenverbesserung in Ecken auf. Sie kann höchste Genauigkeiten in Form der fünften Nachkommastelle (0,00001 mm) abbilden und besticht durch ihre optimierte Bewegungsführung, kurze Satzverarbeitungszeiten und spezielle Regelungsstrategien. Ihr durchgängig digitaler Aufbau und die integrierte digitale Antriebsregelung inklusive Umrichter sorgen für höchste Bearbeitungsgeschwindigkeiten bei gleichzeitig größtmöglicher Konturgenauigkeit. Dabei ist optional sogar die Auflösung der Regelungsgenauigkeit auf bis zu 0,01 μm möglich.

update: Lassen sich die vielen Vorteile der HSC MP11 plakativ zusammenfassen?

Ulf Albrecht: Die Portalbauweise der Maschine mit hoher Steifi gkeit und Dämpfung ist optimal für die Arbeit der Lineardirektantriebe ausgelegt und sorgt für hohe Maschinendynamik und Präzision sowie perfekte Werkstückqualität. Ein ganzheitliches Konzept zur aktiven Temperierung der gesamten Maschinenstruktur mit insgesamt neun Kühlkreisläufen kommt hinzu. Außerdem zeichnet sich die HSC MP11 durch einen hochwertigen und reinigungsfreundlichen Innenraum aus Edelstahl und einen ergonomischen Arbeitsbereich mit optimaler Zugänglichkeit zum Werkstück aus. Bewährt hat sich der große Abstand zwischen Spindelnase und Tisch sowie der großzügige Z-Fahrweg. Das macht die Bearbeitung hoher Werkstücke mit langen Werkzeugen auch bei großer Spannmittelaufbauhöhe und Palettenadaptionen uneingeschränkt möglich. Ein schneller Werkzeugwechsel durch einen Doppelgreifer ist bei exeron Standard. Der Werkzeugspeicher für bis zu 210 Werkzeugpositionen ist konsequent auf unterschiedlichste Automatisierungs- und Zellenlösungen mit Werkzeug- und Werkstückintegration vorbereitet. Werkzeug- und Paletteneinwechslung erfolgen durch einen gemeinsamen dichten Zugang. So können Werkzeuge schnell gewechselt werden und für kurze Nebenzeiten sorgen. Weitere wichtige Features sind die Werkzeugnassreinigung im Arbeitsraum, die Laservermessung außerhalb des Arbeitsraums mit Trockenreinigungstechnik zur Verhinderung verschmutzungsbedingter Fehlmessungen und die neue Frässpindel HVC140 in öldichter Ausführung mit Drehzahlen bis zu 42.000 U/min. Wir nennen sie ‚desert night‘, und das hat seinen Grund: Die Frässpindel ist ‚Trocken wie die Wüste und kalt wie die Wüste bei Nacht‘. Die innenliegende Spindellängungssensorik verhindert Kollisionskonturen und ist verschmutzungsunempfi ndlich, die Auslegung für Grafi tbearbeitung mit energiereicher Querströmung im Zerspanungsbereich erlaubt eine defi nierte Staubabsaugung. Schließlich ist die Technik gleichermaßen auf die Trocken-, Schneidöl-, Minimal- und Nassbearbeitung ausgelegt. Das sollten in aller Kürze die wichtigsten Vorzüge der neuen HSC MP11 gewesen sein. Ausprobieren können Sie unsere Kunden in unserer Anwendungstechnik live.

update: Und wie ist es bei der MP11 mit dem Maschinendesign? Lässt es sich auf den Nenner „“Form follows function“ bringen?

Ulf Albrecht: Nicht nur. Gestaltung und Design sind natürlich zuerst funktional, entsprechen aber auch hohen ästhetischen Ansprüchen und lassen auf den ersten Blick erkennen, aus welchem ‚Stall‘ die HSC MP11 kommt. Die moderne Maschinenverkleidung unterstreicht die klare Ausrichtung auf die Zukunft. Die Gestaltung ist geprägt von klaren Strukturen und einer dynamischen Linienführung. Sie visualisiert den hohen und kompromisslosen Anspruch von exeron an Präzision und Hochwertigkeit.

update: Sind Sie also mit der neuen HSC MP11 für die Zukunft gerüstet?

Ulf Albrecht: Ich würde sagen ja. Wir haben unseren Kunden zugehört und deren Wünsche in eine neue Maschine einfl ießen lassen, die zusammen mit der MP7 eine einzigartige Baureihe bildet, die schon aufgrund der vorhandenen Baugrößen für ein Alleinstellungsmerkmal von exeron am Markt sorgt. Die folgenden Beispieldaten sprechen dabei für sich: Eine Positionsgenauigkeit von < 5μm, eine Beschleunigung von ≥ 0,5g, mögliches Bearbeitungsvolumen und die raumeffi zienten Verfahrwege X x Y zur Aufstellfl äche, das erreichbare Werkstückgewicht von 1000kg bei der Drei-Achs- und von 350kg bei der Fünf-Achs-Version, die Adaptierbarkeit über das universelle Spannfutter, die Energieeffi zienz mit einem Energieverbrauch von ≤ 6kWh/1h, die hohe Automatisierbarkeit und Zuverlässigkeit mit einem mtbf > 99,5%, die Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit (TCO) der Maschinen, die erreichbare Oberfl ächenqualität von ra ≤ 0,05μm – muss ich noch mehr sagen?

update: Herr Albrecht, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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