Trends μ-genau


HSC 600 von exeron

  • optimierter Arbeitsraum für 5-achsige Fräsbearbeitung
  • Verfahrwege X/Y/Z: 650 x 550 x 400 mm
  • Werkstückaufspanntisch: 0 410
  • maximales Werkstückgewicht: 200 kg
  • vektorgesteuerte Hochfrequenzspindeln für den Einsatz von Werkzeugen ab Ø 0,2 mm bis 16 mm
  • hohe Dynamik durch Torqueantrieb
  • Portal und Maschinenbett aus Mineralguss für max. Schwingungsdämpfung
  • digitale Antriebe in allen Achsen
  • dynamische Kollisionsüberwachung
  • CNC-Steuerung: Heidenhain iTNC 530

Profil


Formenbau Kellermann GmbH

Seit 1970 steht der Betrieb für die Konstruktion und Fertigung anspruchsvoller Ein- und Mehrkomponenten-Spritzgusswerkzeuge in Größen bis zu 1400 x 1800 mm für einen Einsatz in
Spritzgießmaschinen bis zu 1800 t Zuhaltekraft. Hauptbranche ist die Automobilindustrie. Darüber
hinaus werden auch vorgeschaltete Machbarkeitsstudien und abschließende Messprotokolle
angeboten. Im Zuge des Umzugs in ein neu erbautes Gebäude innerhalb des Ortes Postbauer-
Heng in der Oberpfalz im Jahr 2013 konnte der gesamte Maschinenpark einzelautomatisiert
werden. Der Betrieb verfügt heute über eine Fertigungsfläche von 1800 m². Im Moment werden
20 Mitarbeiter und 6 Auszubildende beschäftigt.


Das sagt die Redaktion


Der richtige Grad an Automation

Lange überlegten die Verantwortlichen beim Formenbau Kellermann, ob sie die Automatisierung in ihrem Betrieb vorantreiben sollen. Schließlich waren sich die Spezialisten nicht sicher, ob sich dies beim Bau ihrer XL-Werkzeuge auszahlen würde. Wie sich herausstellte ein Trugschluss. Die Investition in einzelne Stand-alone-Automatisierungen war ein wichtiger Schritt für die Formenbauer und ermöglicht heute eine prozesssicherere und schnellere Fertigung ihrer Spritzgussformen.
Dank der effizienteren Bearbeitung können die freien Kapazitäten sogar für neue Lohnaufträge genutzt werden. Mit exeron haben die Oberpfälzer obendrein einen Partner an ihrer Seite, der sie auf ihrem Weg bestens unterstützt. Auch der hervorragende Kundendienst ist rund um die Uhr erreichbar und steht den Spezialisten offen Rede und Antwort in all ihren Belangen.

Melanie Fritsch 

Zitat


„Früher lief unsere Elektrodenfräsmaschine 24 Stunden am Tag und war voll ausgelastet.
Heute sind wir mit der HSC 600 so schnell, dass wir die freien Kapazitäten für weitere Lohnaufträge
nutzen können.“

Sabine Kellermann, Geschäftsführerin
Formenbau
Kellermann GmbH




News

Mehr Raum für neue Aufträge
bei Formenbau Kellermann GmbH


Service kommt in den Werkzeug- und Formenbaubetrieben große Bedeutung zu.
Schließlich hilft dem Anwender die beste Anlage nichts, wenn sie im Störfall tagelang still steht,
weil kein Techniker zur Verfügung steht, der den Fehler beheben kann.
Noch immer sind die Qualitätsunterschiede im Servicebereich bei den diversen Maschinenherstellern enorm. Grund genug für viele Werkzeug- und Formenbauer, an einer Partnerschaft, wenn sie gut funktioniert, auch dauerhaft festzuhalten. Das ist auch die Devise der Spritzgussspezialisten beim Formenbau Kellermann aus Postbauer-Heng in der Oberpfalz. Mit exeron haben Sie seit vielen Jahren einen zuverlässigen Partner an der Seite, der sie sehr objektiv über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Anwendungen berät.

Geschäftsführerin Sabine Kellermann erzählt: „Wir arbeiten schon lange erfolgreich mit den Senkerodiermaschinen von exeron. Insbesondere als wir uns im Jahr 2012 dazu entschieden
haben, für unsere exeron EDM 314 und 316 XXL ein automatisiertes Handling-System von Erowa mit zentralen Prozessleitsystem von Certa Systems zu implementieren, standen uns die exeron-
Techniker bei der Abwicklung mit Rat und Tat zur Seite.“ Als die Formenbauer dann über eine Ersatzbeschaffung der bisher eingesetzten 3-Achs-Maschine, Baujahr 1998, mit Verfahrwegen von 700 x 600 x 500 mm nachdachten, lag der Wunschhersteller auf der Hand: Mit der hochdynamischen HSC 600 von exeron haben die Experten seit nunmehr einem Jahr ihre erste
5-Achs-Fräsmaschine für die Bearbeitung der Graphitelektroden im Haus. So wie im Erodierbereich mit bewährten Erowa-Handling-System und Jobmanagement von Certa, das die gesamte Fertigungszelle steuert und überwacht und eine automatischeund flexible Fertigung von Serien-oder Einzelaufträgen erlaubt – ohne jegliche Einstell- oder Umrüstzeiten.

Kellermann erklärt: „Am Anfang hatten wir Bedenken, ob uns der Bearbeitungsraum der HSC 600 ausreicht, schließlich ist er kleiner als bei unserer Vorgängermaschine. Jedoch eröffnet die
5-Achs-Bearbeitung auch völlig neue Möglichkeiten in der Konstruktion. So konnten wir bis jetzt noch jeden Auftrag selbst ausführen und mussten nicht auf externe Lohnanbieter zurückgreifen. Wir profitieren davon, dass wir für alle drei Maschinen technologieübergreifend dieselbe Software nutzen können. Und darüber hinaus nur einen festen Ansprechpartner haben.“
Bei den Formenbauern aus Postbauer-Heng fiel die Wahl auf einen Robot Multi ERM von Erowa mit
150-fach-Werkstückwechsler. Verbunden mit dem in die HSC 600 integrierten Werkzeugmagazin sind die Laufzeiten am Wochenende nun sichergestellt.

Kellermann berichtet: „Wir haben uns mit dem 90-fach-Werkzeugwechsler bewusst für die größtmögliche Magazinausführung entschieden, um automatisiert und gerade auch Samstag,
Sonntag flexibel fertigen zu können. So stehen immer genügend Schwesterwerkzeuge zur Verfügung, die nach Ablauf der definierten Standzeit selbstständig ausgetauscht werden.
Damit hat sich die Wochenendarbeit für unserer Mitarbeiter deutlich reduziert.“ Doch nicht nur die Arbeitszeiten haben sich positiv verändert. Die Fräszeiten wurden drastisch gesenkt. Auch die Fehlerquote konnte dank der zentralen Certa-Software zur Prozessautomatisierung auf ein Minimum reduziert werden.

„Unsere Kunden erwarten immer kürzere Lieferzeiten, somit ist es unsere Aufgabe, die Werkzeuge
immer schneller zu fertigen.“ Die Geschäftsführerin ergänzt: „Die Inbetriebnahme der HSC 600 kam
damals genau zur richtigen Zeit. Wir hatten in dieser Phase sehr viele Aufträge, für die wir auch Elektroden fräsen mussten.Ohne die 5-Achs-Fräsmaschine von exeron hätten wir das nicht allein stemmen können. Umso erfreulicher war auch, dass die Einführung so schnell und problemlos über die Bühne ging. Nach nur einer Woche waren wir in der Lage, komplett automatisiert zu arbeiten.“

Das Certa-Jobmanagement basiert auf festen Abläufen. So werden beim Formenbau Kellermann zuerst die Elektroden in der Konstruktion abgeleitet und die Fräs- und Erodierprogramme
generiert. Im Anschluss „verheiratet“ ein dafür verantwortlicher Mitarbeiter die zugekauften Graphitrohlinge mit einem Halter, dem per Chip eine Identität zugewiesen wird, und bestückt damit händisch die Fräsmaschine. Die Anlage scannt bei jedem Öffnen und Schließen des Werkstückmagazinkastens mit insgesamt fünf auf die Etagen verteilten Scannern alle vorhandenen Chips und bekommt so die Information, um welche Elektroden es sich handelt und welche Fräsprogramme abgerufen werden müssen. Dann können die Bearbeitung und die Jobverwaltung automatisch starten.


Automatiserungmaßnahmen sollten wohl überlegt sein


Kellermann erklärt: „Insgesamt sahen wir das Thema Automatisierung für unser Tagesgeschäft lange Zeit sehr kritisch. So stand für uns etwa von Anfang an fest, dass wir keine vollautomatisierte
Fertigungslinie in unserem Betrieb realisieren können.
Unsere Werkstücke auf den Senkerodiermaschinen sind schlicht zu schwer und müssen manuell mittels Kran aufgespannt werden. Hier wäre ein Handling-System an seine Grenzen gestoßen beziehungsweise zu teuer gewesen. Wir besitzen außerdem keine Messmaschine. Und da wir schon immer nach dem Fräsen unserer Elektroden eine 100-Prozent-Sichtprüfung durchführen,
machte es Sinn, auch die EDM-Anlagen mit den begutachteten Elektroden manuell zu bestücken.“ Die Entscheidung für separate Stand-alone-Handling-Systeme jeweils fürs Erodieren und Fräsen erwies sich für die Oberpfälzer rückblickend als richtig.

Die Geschäftsführerin betont: „Früher lief unsere Elektrodenfräsmaschine 24 h am Tag und war voll ausgelastet. Heute sind wir mit der HSC 600 so schnell, dass wir die freien Kapazitäten für weitere Lohnaufträge nutzen können.“ Auf der 5-Achs-Maschine bearbeiten die Formenbauer hauptsächlich Graphitelektroden bis zu einer Größe von 380 x 380 x 180 mm. Der Toleranzbereich liegt dabei bei
5 μm. In Puncto Steuerung setzen die exeron-Techniker auf Heidenhain iTNC 530. Die aktuelle Version der Steuerung kann die Kinematik der Maschine vollständig automatisch kalibrieren und auch im Arbeitsraum lokal optimieren. Aufwändige Serviceeinsätze werden damit überflüssig.

Die iTNC 530 HSCI FS kennt sämtliche Kollisionskörperund leitet in Echtzeit einen Achsenstopp
ein, bevor es zur Kollision kommt. In dem Elektrodenmagazin des Robot Multi ERM von Erowa befinden sich auch fünf UPC-Paletten, zum Beispiel für die Hartbearbeitung kleinerer Stahlteile wie Formeinsätze oder Schrägschieber. In diesen Fällen wird die Anlage jedoch ausschließlich für letzte Schlicharbeiten im Finish-Bereich genutzt. Für entsprechende Dämpfung und Temperaturstabilität sorgt ein gekühltes Maschinenbett aus Mineralguss.

„Unsere Anlage läuft deshalb auch 365 Tage im Jahr und darf nicht ausgeschaltet werden.“
Besonders begeistert zeigt sich Kellermann von der Hochleistungsstaubabsaugung
für die Graphitbearbeitung inklusive Schalldämpfer. Dabei sorgt ein permanenter Luftstrom dafür, dass der Graphitstaub ständig in Bewegung bleibt und abgesaugt wird. Kellermann erklärt: „Gemeinsam mit der Option ,Luft durch die Spindel‘ können wir prozesssicher fertigen und die Standzeiten unserer Werkzeuge deutlich optimieren“.
mf ●



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