Geschäftsführer Bernfried Fleiner
Geschäftsführer Bernfried Fleiner

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Tradition und Innovation als Taktgeber
Zukunfts-Interview mit Geschäftsführer Bernfried Fleiner


update: Herr Fleiner, wie bewerten Sie die letzten 40 Jahre der exeron-Unternehmensentwicklung?

Bernfried Fleiner: Ich vergleiche unser Unternehmen gerne mit der Entwicklung des Aktienmarktes. Ein Invest dort sollte immer langfristig und nicht am schnellen Gewinn orientiert sein, um Erfolg zu haben. Genau so verhält es sich mit exeron. Wir haben aus kleinsten Anfängen heraus begonnen und können nach 40 Jahren festhalten: Der Invest in Technik, Know-how und Mitarbeitende hat sich gelohnt. Es ging nicht immer bergauf, aber heute stehen wir in einem von erheblichem Wettbewerb geprägten internationalen Markt gut da und sehen für uns auch weitere Möglichkeiten der Expansion.

update: Welche tragenden Säulen sehen Sie für diese positive Entwicklung?

Bernfried Fleiner: Wie viele andere Unternehmen mit einer positiven Geschichte verhält es sich auch bei exeron. Natürlich haben wir uns in den vergangenen 40 Jahren einen großen Schatz an Erfahrung und Know-how aufgebaut, auf den wir für unsere weitere Entwicklung aufbauen können. Hinzu kommt die unbedingte Kundenorientierung, die zu langjährigen und intensiven Verbindungen beigetragen hat. Hier geht unser Dank nicht zuletzt an unsere nationalen und internationalen Vertriebspartner, die mit ihrer Tätigkeit dem Namen exeron einen guten Klang verschaff t haben. Sie hatten aber auch immer ein gutes Produktportfolio zur Verfügung. Und hier kommt die zweite Säule für unseren Erfolg zum Tragen. Wir haben uns nie auf dem Erreichten ausgeruht, sondern immer danach gestrebt, Innovationen zur Marktreife zu entwickeln, die unsere Kunden weiterbringen. Tradition und Innovation sind deshalb gleichbedeutend für den Erfolg eines Unternehmens und seiner Kunden.

update: Innovation muss aber marktgerecht sein. Was sind die entscheidenden Faktoren, um nicht an den Kunden vorbei zu entwickeln?

Bernfried Fleiner: Innovation um jeden Preis wäre genauso schädlich für exeron wie das Beharren auf dem Erreichten. Wir hören deshalb unseren Kunden genau zu und entwickeln bedürfnisorientiert. Hinzu kommt eine intensive Betrachtung der Märkte. Welche sind die Megatrends? In welche Richtung bewegen sich die Anforderungen an Technik und Dienstleistungen? All das und noch einige Faktoren mehr verhelfen uns zu einer Beurteilung der Branchenentwicklung, die wir antizipieren, um genau die Produkte und Services zu realisieren, die für eine reibungslose Fertigung benötigt werden. Innovationsgetrieben zu sein bedeutet für uns also nicht, immer zu den ersten zu gehören, die mit einer Neuheit auf den Markt drängen. Es geht hier auch um Augenmaß und den richtigen Zeitpunkt für ein neues, serienreifes Produkt. Nur eine solche Vorgehensweise hilft unseren Kunden. Wenn wir zwar zu den Schnellsten gehören, dann aber Reklamationen zu Ärger und Imageverlusten führen, dann ist das nicht unser Weg. Das kennen die Märkte von exeron nicht, und das wird auch so bleiben.

update: Innovation mit Augenmaß zu betreiben heißt damit aber auch, dass es für exeron kein Wachstum um jeden Preis gibt?

Bernfried Fleiner: Das ist vollkommen richtig. Wir sind schon seit unseren Anfängen organisch und bewusst gewachsen. Das ist zum einen unsere Vorgehensweise, aber auch die unserer Mutter Mafell. Alle Akquisitionen wurden vorher genau beurteilt und abgewogen. So kam es etwa 1998 zur Übernahme der Multiform Erodiertechnik GmbH und 2005 zur Eingliederung der DIGMA Frästechnik von den Chiron-Werken Tuttlingen. Beides waren keine Akquisitionen, die vordergründig durchgeführt wurden, um mehr Geld in unsere Kassen zu spülen. Vielmehr haben wir hier strategisch zukunftsorientiert gehandelt, um Technologien zusammenzubringen, die unseren Kunden einen Mehrwert verschaffen. Unser Unternehmensslogan umschreibt dies treffend: „Besser beides. Beides besser.“ Dass wir damit sehr gut gefahren sind, beweist unser Umsatz. Auch hier gilt: Wir entwickeln uns langfristig positiv und schielen nicht auf den schnellen Unternehmenserfolg.

update: Was muss neben Tradition und Innovation, Kundenorientierung und Wachstum mit Augenmaß noch gegeben sein, um ein Unternehme wie exeron zum Erfolg zu führen?

Bernfried Fleiner: Ein ganz wichtiger Aspekt sind die Mitarbeitenden. Ohne sie, ihr Teamwork und ihre Ideen würde exeron nicht funktionieren, ja ich würde sogar sagen, nicht existieren. Unsere Mitarbeitenden sind zu einem großen Teil schon lange Zeit bei uns und halten „ihrem“ Unternehmen die Treue. Dass uns dieses Wissen bleibt, macht uns gleichermaßen stolz und glücklich, denn die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt ist extrem angespannt. Wir sehen aber auch unsere soziale Verantwortung als Arbeitgeber der Region, und das wissen unsere Mitarbeitenden. Wir bilden seit langem regelmäßig aus und versuchen, solche hochqualifizierten Personen auch nach dem Ende ihrer Ausbildung bei uns zu halten. Hinzu kommt unser soziales Engagement in Form von Spenden und Aktionen. Klar ist das alles gut für unser Image. Aber wir tun das in erster Linie, weil wir es wirklich wollen und es den Belangen unserer Belegschaft nutzt. exeron ist und bleibt in der Oberndorfer Umgebung verwurzelt. Das gibt den Leuten, die sich für unser Unternehmen interessieren, auch eine verlässliche Perspektive. Und auch das ist ein Sachverhalt, der für absehbare Zeit genauso bleibt, wie er ist. Denn zur Änderung dieser Win-Win-Situation besteht nicht der geringste Anlass.

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