TECHNOLOGIETAG 2019 BEI EXERON


Das Motto des diesjährigen Technologietages von Open Mind zusammen mit Certa Systems und exeron war „Wertschöpfung nahtlos verzahnt“. Die Besucher konnten live erleben, wie mithilfe einer durchgängigen Automation eine Idee zum fertigen Produkt wurde. exeron war Gastgeber des Technologietages in Oberndorf.

An insgesamt sechs Stationen wurde anschaulich deutlich, wie ein automatisierter Prozess mit verzahnten Komponenten nach Industrie 4.0 für qualitativ hochwertige Produkte aussehen muss. An Station 1 von Open Mind erfolgten das Einlesen der CAD-Daten, die Konstruktion und vollautomatisierte Programmierung der Elektrode über hyper-CAD S und hyperMILL, an Station 2 die Datenübergabe an JMS 4.0 ML von Certa durch automatischen NC-Programmimport, die Festlegung der Messpunkte sowie die Datenübergabe vom CAD/CAM-System an exoprog, Fräs- und Erodiermaschine. Station 3 von exeron zeigte die automatische Generierung des NC-Programms zum Erodieren durch exoprog. Station 4 übernahm wieder Certa. Hier ging es um die transparente Übersicht zu Arbeitsabläufen und Datenfl uss. An Station 5 begann die Produktion. exeron zeigte direkt an den beiden Erodier- und Fräszellen HSC 300/3 und EDM 312, die über ein Erowa ERC 80 Zweiseiten-Handling verbunden waren, wie das Rüsten und Identifi zieren einer Elektrode vonstatten geht, wie NC-Programme und Rüstplätze zugeordnet werden und wie das Fräsen der Elektroden und nachgeordnet das Messen der Versatzdaten funktionieren. An der letzten Station 6 wurde das zu erstellende Bauteil schließlich mit der gefrästen Elektrode erodiert. Übergeordnete Datenorganisation und Vernetzung der Stationen gehen dabei laut Aussage von Techologietag-Organisator Jochen Schmid, deutlich in Richtung Industrie 4.0. Die Priorisierungsmöglichkeit für verschiedene Fertigungsaufgaben erlaube dabei, so Schmid weiter, die vollautomatische und hochautarke Fertigung „24/7/365“ von Teilen auch dann, wenn ein Fehler vorkommen sollte: „Dann zieht die Anlage einfach den nächsten Auftrag vor.“ 35 Besucher, davon 20 exeron-Kunden, zeigten sich beeindruckt von dem hohen erreichbaren Automationsgrad. Investieren kann man in eine solche Anlage auch sukzessive: Die einzelnen Komponenten sind so modular aufgebaut, dass man die Automatisierung auch Stück für Stück bis zum Vollausbau vorantreiben kann.

News

Positive Bilanz: Ein Jahr Verkauf HSC MP11


Ein Jahr nach der Vorstellung des großen Bruders der HSC MP7, der HSC MP11, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40. Jubiläum von exeron, zieht Udo Baur, Vertriebsleiter für Deutschland und Europa, eine positive Bilanz.

Die Technik, so Baur, habe viele seiner Kunden überzeugt. Denn die HSC MP11 sei verglichen mit der HSC MP7 nicht einfach nur eine größere Maschine. Man habe vielmehr versucht, in den fünf Jahren zwischen der Vorstellung von HSC MP7 und HSC MP11 durch zahlreiche Kundengespräche herauszufi nden, was diese an der HSC MP7 schätzten und was bei der HSC MP11 zu optimieren sei, um den Kunden ein noch komfortableres Bedienen und Bearbeiten beim Highspeed-Fräsen zu verschaff en. Diese Erkenntnisse seien konsequent in die Entwicklung der HSC MP11 eingefl ossen, und das merke man deutlich an den positiven Reaktionen der Kunden auf die neue Maschinengröße.

Natürlich sei es so, betont Udo Baur, dass noch viel Testarbeit bei und mit den Kunden erforderlich sei, bei denen die Anschaff ung eines HSC-Fräszen trums mit Lineardirektantrieben anstehe: „Wenn sie sich aber für eine HSC MP11 entscheiden, tun sie das gleichzeitig für die Präzision und Zuverlässigkeit von exeron. Das gepaart mit den klaren Vorteilen unserer Maschinen trägt langsam, aber sicher Früchte.“ Udo Baur fasst nochmals plakativ die Vorteile der HSC MP11 zusammen: „Es geht nicht nur um die Größe, speziell um ein großes Bearbeitungsvolumen. Unsere Kunden haben sich auch höchste Genauigkeit, Effi zienz, Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit gewünscht. Das haben wir mit unserer HSC MP11 umgesetzt. Mit der linear angetriebenen HSC MP-Baureihe setzen wir den branchenweiten Maßstab für moderne Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen im High-End-Bereich. Innovationen fi nden sich etwa in den Bereichen Temperierung, Automatisierung und Arbeitsraumgestaltung. Bewährte Features wurden, wo dies sinnvoll erschien, übernommen. Konkret bedeutet das etwa, dass auch unsere HSC MP11 in extrem verwindungssteifer Portalbauweise realisiert wurde. Sie wird in einer 3-Achsund einer 5-Achs-Version ausgeliefert, wobei die 5-Achs-Variante auf die Gegenlagerlösung für die 4. und 5. Achse zurückgreift. Damit stellt die HSC MP11 unseren Kunden nicht nur optimale Dynamik, höchste Präzision und perfekte Werkstückqualität in der Endbearbeitung zur Verfügung, sondern auch höchste Flexibilität in der Elektroden- und Teilefertigung.“

Zwei HSC MP11 wurden bereits ausgeliefert, die dritte Anlage verlässt gerade das Haus, und das vor allem aufgrund erfolgreicher Versuchsbearbeitungen an Kundenteilen. Bei allen Testläufen, die man für Interessenten durchgeführt habe, hebt Baur hervor, seien sämtliche Werkstückvorgaben vollständig erfüllt worden. Die gefertigten Prototypen hätten auf Anhieb Serienreife-Niveau erreicht. Der Grund dafür sei nicht zuletzt im fundierten Know-how zu suchen, das aus 13 Jahren Übernahme des HSC-Bereichs von Digma resultiere. Zwei der Maschinen blieben in Deutschland, eine sei nach China verkauft worden. Weitere Kunden seien gerade mitten in der Testphase mit der HSC MP11, Bedarf und Anfragen weiterhin sehr hoch. Investitionsangst gäbe es aktuell in dieser Preisklasse jedenfalls keine.

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